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EGRID: Wie ein Grundstück in der Schweiz eindeutig identifiziert wird

Parzellennummern wiederholen sich von Gemeinde zu Gemeinde. Damit ein Grundstück trotzdem schweizweit eindeutig bezeichnet ist, hat jedes eine eigene Identifikationsnummer: den EGRID. Dieser Artikel erklärt, was er ist und wofür man ihn braucht.

Was ist der EGRID?

Nach Art. 18 der Grundbuchverordnung wird jedes Grundstück so bezeichnet, dass es landesweit eindeutig identifizierbar ist. Dazu gehört die eidgenössische Grundstücksidentifikation, kurz E-GRID oder EGRID. Sie ist für jedes in der amtlichen Vermessung und im Grundbuch aufgenommene Grundstück vorgeschrieben und wurde 2010 eingeführt.

Der EGRID beginnt mit den Buchstaben «CH», gefolgt von einer Zeichenfolge. Er ist bewusst «nicht sprechend»: Aus der Nummer lässt sich weder die Gemeinde noch die Fläche oder die Eigentümerschaft ablesen. Er dient allein der Identifikation – im Austausch zwischen Grundbuch, Vermessung, Notariaten, Banken, Versicherungen und Behörden.

Der EGRID ist dauerhaft: Wird ein Grundstück gelöscht, geht auch seine Nummer unter und wird nicht neu vergeben.

Bei Gemeindefusionen behalten Grundstücke ihren EGRID, auch wenn sich die herkömmliche Bezeichnung ändert.

EGRID, Parzellennummer und EGID

Im Alltag begegnen einem drei Nummern, die leicht verwechselt werden:

Grundstück

Parzellennummer und EGRID

  • Die Parzellen- oder Grundstücksnummer ist nur innerhalb einer Gemeinde bzw. eines Grundbuchkreises eindeutig.
  • Der EGRID ist schweizweit eindeutig.
  • Beide bezeichnen dasselbe Grundstück.

Gebäude

EGID

  • Der eidgenössische Gebäudeidentifikator bezeichnet ein Gebäude im Gebäude- und Wohnungsregister.
  • Auf einem Grundstück können mehrere Gebäude stehen.
  • Ein Gebäude kann über mehrere Grundstücke reichen.

Mehr zum EGID und zu den Gebäudedaten im Artikel GWR, EGID und Gebäudegrundfläche.

EGRID bei Stockwerkeigentum

Grundstücke im Sinne des Grundbuchs sind nicht nur Liegenschaften, sondern unter anderem auch Miteigentumsanteile an Grundstücken (Art. 655 ZGB). Stockwerkeigentumsanteile sind solche Miteigentumsanteile und werden im Grundbuch als eigene Grundstücke geführt – jeweils mit eigener Nummer und eigenem EGRID.

Für die Prüfung des Standorts ist aber meist die Liegenschaft massgebend, also die Bodenparzelle, auf der das Gebäude steht. Auf sie beziehen sich Zone, Gefahrenkarte und die übrigen Themen des ÖREB-Katasters.

Wo man den EGRID findet

  • Im Grundbuchauszug des Grundstücks.
  • Im ÖREB-Auszug, zusammen mit Parzellennummer und Gemeinde.
  • In den Geoportalen der Kantone und auf map.geo.admin.ch, wenn man die Parzelle auf der Karte anwählt.
  • In Unterlagen von Notariat oder Bank, die sich auf das Grundstück beziehen.

Beim Kauf lohnt es sich, den EGRID der Liegenschaft und – bei Stockwerkeigentum – den der eigenen Einheit zu notieren. So lassen sich Unterlagen verschiedener Stellen eindeutig demselben Grundstück zuordnen.

Häufige Fragen

Ändert sich der EGRID bei einem Verkauf?

Nein. Der EGRID gehört zum Grundstück, nicht zur Eigentümerschaft.

Was passiert bei einer Teilung des Grundstücks?

Bei einer Parzellierung behält laut Leitfaden des Bundes in der Regel ein Teil die bestehende Nummer; die neuen Grundstücke erhalten neue Nummern.

Sagt der EGRID etwas über das Grundstück aus?

Nein. Er identifiziert nur. Was für ein Grundstück gilt, steht im Grundbuch und im ÖREB-Auszug.

Standort einer Immobilie prüfen

Mit dem Adress-Check von PRUVO siehst du zu einer Adresse verfügbare amtliche Angaben zum Gebäude und zur Umgebung – etwa Gebäudedaten aus dem eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister, Lärmdaten, Haltestellen in der Nähe und das Solarpotenzial des Dachs. Den EGRID eines Grundstücks nennt dir am verlässlichsten der Grundbuch- oder ÖREB-Auszug.

PRUVO trifft keine Kaufempfehlung und ersetzt weder den amtlichen ÖREB-Auszug noch die Auskunft der Gemeinde oder der zuständigen Fachstelle. Standort prüfen

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